Olaf Sterger

Selbstporträt

Selbstporträt

DDR-Zeit

1948 in Ranis/Thür. geboren, verbrachte ich meine Kindheit und Schulzeit in Pößneck. Nach dem Grundwehrdienst in der Nationalen Volksarmee (NVA) studierte ich von 1969 - 1973 an der TU Dresden, Sektion Wasserwesen (Direktor Prof. Karl-Franz Busch). Meine Hochschullehrer waren u.a. Prof. Harry Kittner (Wasserversorgung), Dr. Joachim Gruhler (Abwasserbehandlung), Prof. Siegfried Dyck (Hydrologie), Prof. Dietrich Uhlmann (Hydrobiologie) und Prof. Joachim Kaeding (Hydrochemie). Nach meiner Dissertation 1977 ("Doktorvater": Prof. Karl-Heinz Schweiger) arbeitete ich in der Wasserwirtschaftsdirektion (WWD) Obere Elbe-Neiße und ab 1987 bis zur Wende 1990 in der WWD Berlin bzw. im Institut für Wasserwirtschaft (IfW), Berlin.

Nachwendezeit

Wie viele andere Institutionen der ehemaligen DDR wurden die WWD´n und das IfW nach dem Beitritt zur BRD "abgewickelt", d.h. im Klartext plattgemacht. Zum Glück fand ich ohne Zeitverlust eine neue Arbeitsstelle bei Prof. Hans-Peter Lühr im damaligen Institut für wassergefährdende Stoffe an der TU Berlin (IWS). Allerdings wurde das IWS Ende 1998 mangels ausreichender Aufträge geschlossen und ich musste erneut wechseln, diesmal zur Intraconsult GmbH in Wiesbaden. Die Consulting-Firma unter dem Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Günter von Hagel "lebte" auf viel zu "großem Fuß" und ging deshalb Ende 2000 in Konkurs. Damit war ich zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos.

Olaf Sterger, Weihnachten 2021 Gemeinsam mit anderen ehemaligen Kollegen der Intraconsult gründete ich daraufhin 2001 die EnviaTec GmbH. Dies erwies sich als ein erfolgreicher Schritt. Für viele namhafte Kunden, vor allem aus der chemischen Industrie, haben wir Abwasserkataster erstellt und/oder Untersuchungen zur Ertüchtigung vorhandener Kläranlagen mit Hilfe einer dynamischen Simulation unter Nutzung des Softwarepakets STOAT von WRc durchgeführt. 2013 - mit meinem Übergang in den Ruhestand - haben wir das Geschäft der EnviaTec GmbH an das Ingenieurbüro Prof. Sieker abgegeben.

Aus dem Obengesagten erhellt, dass ich - trotz mehrerer harter Umbrüche - mein gesamtes Arbeitsleben ausschließlich wasserwirtschaftlichen Aufgaben widmen konnte. Wenn dereinst meine Kinder und Enkel Bilanz über ihr Berufsleben ziehen, werden sie wohl auf deutlich mehr Tätigkeitsfelder zurückzublicken haben.
Heute bin ich Altersrentner und als solcher noch ein bisschen aktiv in Sachen Lehre.